Fahrtüchtigkeit bei Grünem Star


Betroffenen fehlt es an Durchblick
Fahrtüchtigkeit bei Grünem Star

Ein Grüner Star verdoppelt das Unfallrisiko am Steuer, da die Erkrankung schleichend das Gesichtsfeld einschränkt. Um die Sehfähigkeit zu erhalten und den Verlust der Fahrtüchtigkeit zu vermeiden, empfehlen Experten eine möglichst frühzeitige Behandlung.

Eingeschränktes Blickfeld

Bei einem Glaukom, Grüner Star genannt, gehen die Fasern des Sehnervs zugrunde. Betroffene bemerken das oft erst, wenn das Sehen bereits stark gestört ist. Typisch für das Glaukom sind Ausfälle an den Rändern des Gesichtsfelds. „Patienten gleichen diese oft unbewusst durch vermehrte Augenbewegungen aus“, erläutert Prof. Dr. Franz Grehn aus Würzburg, Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Ophthalmologie (DOG). Beim Autofahren gelingt dies jedoch nur begrenzt. Betroffene übersehen leicht plötzliche Bewegungen am Rand des Blickfelds, zum Beispiel wenn ein Kind auf die Straße läuft oder ein anderes Auto in die Straße einbiegt. Menschen mit Glaukom reagieren dann oft zu spät.

Eine aktuelle Studie japanischer Augenärzte ergab für Menschen mit fortgeschrittenem Glaukom ein doppelt so hohes Unfallrisiko wie für Augengesunde. Typisch sind Zusammenstöße mit Fahrzeugen oder Menschen, die von der Seite kommen. Viele der Unfälle waren schwer, da die Glaukompatienten verspätet bremsten.

Kontrollen wahrnehmen

Prof. Grehn betont deshalb, wie wichtig es ist, das Glaukom frühzeitig zu erkennen. „Menschen mit Glaukom können häufig bis zum Endstadium der Erkrankung noch ohne Brille sehen, solange der Bereich des schärfsten Sehens auf der Netzhaut von der Erkrankung verschont bleibt“. Um frühzeitig auf das Glaukom aufmerksam zu werden, rät die DOG allen Erwachsenen zu regelmäßigen Kontrollen beim Augenarzt. Mit einem normalen Sehtest lässt sich die Erkrankung nicht erkennen. Der Augenarzt muss den Augeninnendruck bestimmen und den Sehnerv untersuchen. Bei über 65-Jährigen sollte die Kontrolle alle ein bis zwei Jahre erfolgen. Berufsfahrer sollten spätestens ab dem 50. Lebensjahr alle fünf Jahre zum „Augen-TÜV“.

Unsere Kundenkarte

News

Behandlungsplan mit KI
Behandlungsplan mit KI

Nützlich für Fachleute?

Immer mehr Menschen holen sich Rat bei Chatbots. Ob ChatGPT Ärzt*innen bei der Behandlungsplanung sinnvoll unterstützen kann, hat ein Forscherteam nun untersucht.    mehr

Unterschätztes Krebsrisiko
Unterschätztes Krebsrisiko

Häufiger als gedacht

Fast jeder Zweite erkrankt im Laufe seines Lebens an Krebs. Doch nur wenige halten ihr eigenes Risiko für hoch. Das zeigt eine Befragung des Deutschen Krebsforschungszentrums.   mehr

Antidepressiva schrittweise absetzen?
Eine Frau hält Antidepressiva in Tablettenform in der Hand.

Studie zu Symptomen

Viele Menschen nehmen zeitweise Antidepressiva – in Deutschland sind es etwa 8 bis 10 Prozent. Doch was passiert eigentlich, wenn die Betroffenen die Medikamente wieder absetzen möchten?   mehr

Hautreizung unter Windeln vermeiden
Blick auf die Windel eines Babys. Ob Baby oder Erwachsener, Hautpflege beugt Reizungen vor.

Ob Baby oder alter Mensch

Windeln halten Jung und Alt trocken, doch darunter kommt es durch den Kontakt mit Urin und Stuhl leicht zu Hautirritationen. Wie lässt sich vorbeugen?   mehr

Verhütung in der Perimenopause
Verhütung in der Perimenopause

Passt die Methode noch?

Nähert sich eine Frau den Wechseljahren, nimmt die Wahrscheinlichkeit für eine Schwangerschaft ab. Muss dann noch verhütet werden und wenn ja, mit welcher Methode?   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen

Ratgeber Thema im November

Dem Lipödem Einhalt gebieten

Dem Lipödem Einhalt gebieten

Von Kompression bis Liposuktion

Lipödeme sind nicht einfach eine Form von Übergewicht, sondern eine eigenständige Erkrankung. Neben ... Zum Ratgeber
Georg-Apotheke
Inhaber Martin Wernet
Telefon +49231122501
Fax +4923110 39 68
E-Mail georgapo758@gmail.com