Krebs: Mit Mythen aufräumen


Verbesserte Heilungschancen
Krebs: Mit Mythen aufräumen

Jedes Jahr erkranken in Deutschland rund 486.000 Menschen an Krebs. In der Bevölkerung halten sich hartnäckig zahlreiche Mythen über diese Krankheit. Aufklärung und Früherkennung erhöhen die Heilungschancen. Dafür setzt sich die Deutsche Krebsgesellschaft (DKG) ein.
Früherkennung rettet Leben
Krebs ist eine Erkrankung, die die meisten Menschen als besonders bedrohlich wahrnehmen. Ein Grund dafür ist mangelndes Wissen über Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten. „Viele Menschen denken noch immer, dass die Diagnose Krebs einem Todesurteil gleichkommt. Dabei können mehr als 50% aller krebskranken Menschen mittlerweile auf Heilung hoffen. Wird der Tumor früh erkannt, können die Heilungschancen sogar noch höher liegen“, weiß Dr. Ulrike Helbig von der DKG.

Leider verdrängen viele Betroffene ihre Beschwerden und gehen erst dann zum Arzt, wenn die Erkrankung bereits fortgeschritten ist. In anderen Fällen verhindert Scham, dass der Krebs frühzeitig erkannt wird. Das trifft vor allem auf den Darmkrebs zu, die zweithäufigste Krebsart in Deutschland. Mit Hilfe einer Darmspiegelung ließen sich circa 90 Prozent aller Erkrankungen vermeiden oder zumindest rechtzeitig erkennen. Leider überwinden aktuell nur rund 20 Prozent der 20 Millionen Berechtigten ihre Hemmschwelle und lassen sich vorbeugend untersuchen.

Die 5 häufigsten Krebs-Irrtümer

  1. Krebs ist ein Todesurteil.Falsch. Je früher die Krankheit erkannt wird, desto besser sind die Heilungschancen. Nach Hochrechnungen des Robert-Koch-Instituts leben aktuell in Deutschland 1,5 Millionen Menschen bereits 5 Jahre oder länger mit ihrer Erkrankung.

  2. Krebs kann ich nicht verhindern.Falsch. Studien zeigen, dass vor allem Bewegungsmangel, ungesunde Ernährung und Fettleibigkeit das Krebsrisiko erhöhen. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation würde eine gesunde Lebensführung 27 bis 38 Prozent der Krebserkrankungen verbeugen.
  3. Warum das Rauchen aufgeben - Nichtrauchen schützt auch nicht.Richtig ist, dass auch passives Mitrauchen gefährdet. Doch Raucher erkranken bis zu 20-mal öfter an Lungenkrebs als Nichtraucher.

  4. Alkohol hat keinen Einfluss auf das Krebsrisiko. Falsch. Übermäßiges Trinken von Alkohol erhöht die Gefahr, an Mundhöhlen-, Speiseröhren-, oder Brust- und Leberkrebs zu erkranken. Für Frauen gilt ein Grenzwert von einem Viertelliter Bier täglich, Männern ist ein halber Liter gestattet.
  5. Tumoren werden durch Operation erst recht zum Wachstum angeregt.
    Falsch. In der Vergangenheit bestand die Gefahr, während der Operation Krebszellen im Körper zu verstreuen. Durch moderne Operationstechniken und Behandlungen gibt es das Problem heute nicht mehr.

Unsere Kundenkarte

News

Behandlungsplan mit KI
Behandlungsplan mit KI

Nützlich für Fachleute?

Immer mehr Menschen holen sich Rat bei Chatbots. Ob ChatGPT Ärzt*innen bei der Behandlungsplanung sinnvoll unterstützen kann, hat ein Forscherteam nun untersucht.    mehr

Unterschätztes Krebsrisiko
Unterschätztes Krebsrisiko

Häufiger als gedacht

Fast jeder Zweite erkrankt im Laufe seines Lebens an Krebs. Doch nur wenige halten ihr eigenes Risiko für hoch. Das zeigt eine Befragung des Deutschen Krebsforschungszentrums.   mehr

Antidepressiva schrittweise absetzen?
Eine Frau hält Antidepressiva in Tablettenform in der Hand.

Studie zu Symptomen

Viele Menschen nehmen zeitweise Antidepressiva – in Deutschland sind es etwa 8 bis 10 Prozent. Doch was passiert eigentlich, wenn die Betroffenen die Medikamente wieder absetzen möchten?   mehr

Hautreizung unter Windeln vermeiden
Blick auf die Windel eines Babys. Ob Baby oder Erwachsener, Hautpflege beugt Reizungen vor.

Ob Baby oder alter Mensch

Windeln halten Jung und Alt trocken, doch darunter kommt es durch den Kontakt mit Urin und Stuhl leicht zu Hautirritationen. Wie lässt sich vorbeugen?   mehr

Verhütung in der Perimenopause
Verhütung in der Perimenopause

Passt die Methode noch?

Nähert sich eine Frau den Wechseljahren, nimmt die Wahrscheinlichkeit für eine Schwangerschaft ab. Muss dann noch verhütet werden und wenn ja, mit welcher Methode?   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen

Ratgeber Thema im November

Dem Lipödem Einhalt gebieten

Dem Lipödem Einhalt gebieten

Von Kompression bis Liposuktion

Lipödeme sind nicht einfach eine Form von Übergewicht, sondern eine eigenständige Erkrankung. Neben ... Zum Ratgeber
Georg-Apotheke
Inhaber Martin Wernet
Telefon +49231122501
Fax +4923110 39 68
E-Mail georgapo758@gmail.com