Sport bei chronischer Krankheit


Sport ist erlaubt und tut gut
Sport bei chronischer Krankheit
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Moderates Ausdauertraining wirkt sich bei vielen chronischen Erkrankung positiv aus. Erstellen Sie mit Ihrem Arzt einen Trainingsplan.

Chronisch Kranke müssen nicht auf Bewegung verzichten. Im Gegenteil: Bei einigen chronischen Krankheiten ist Sport sogar empfehlenswert. Je nach Erkrankung richtig gewählt und ausgeführt steigert er die Leistungsfähigkeit und das Wohlbefinden der Patienten.
Der richtige Sport bei Asthma und Bluthochdruck
Für unterschiedliche Erkrankung eignen sich bestimmte Sportarten besonders gut: Bei Asthma etwa hilft ein regelmäßiges Ausdauertraining, das Betroffene in schwereren Krankheitsfällen auch in Form eines Spazierganges durchführen können. Ansonsten bieten sich Walking, Jogging, Schwimmen, Kanufahren, Segeln, Tanzen und Fahrradfahren an. Auch Wandern in gemäßigten Höhenlagen ist möglich. Wichtig ist, dass Asthmatiker sich vor dem Sport aufwärmen, sonst droht ein Asthmaanfall. Für den Notfall ist ein Asthma-Spray immer dabei, aber wer regelmäßig trainiert, wird es immer seltener brauchen.
Gegen einen zu hohen Blutdruck helfen gleichmäßige, rhythmische Bewegungen. Langsame Sportarten wie Walking, Schwimmen, Radfahren, Skilanglauf, Wandern und Gymnastik tun besonders gut. Dadurch erreichen die Patienten einen regelmäßigen Puls und eine gleichmäßige Atmung, was wiederum den Blutdruck senkt. Anstrengende und mit erhöhtem Stress verbundene Sportarten wie Kraftsport oder Handball sind bei Bluthochdruck nicht das Richtige. Für Betroffene mit einem systolischen Blutdruckwert von über 200 mmHg – das ist der erste Wert einer Blutdruckmessung – ist Sport grundsätzlich nicht zu empfehlen. Gegen regelmäßige gemütliche Spaziergänge spricht aber nichts.

Auch bei Diabetes und Osteoporose tut Sport gut
Typ-2-Diabetiker verbessern durch Sportarten wie Gymnastik, Schwimmen, Wandern, Walking, Joggen, Radfahren und Skilanglauf ihr Leiden, da die Bewegung Blutzucker- und Blutfettwerte senkt. Wird der Blutzucker allerdings zu stark gesenkt, droht eine Unterzuckerung. Daher müssen Diabetiker vor, während und nach dem Sport ihren Blutzuckerspiegel messen und ihre Insulindosen entsprechend anpassen.

Bei Patienten mit Osteoporose, einer Knochenschwunderkrankung, können Knochen bereits bei geringer Belastung brechen. Daher sollten Betroffene keine Sportarten wählen, bei denen Sturzgefahr besteht. Wandern, Gymnastik, Skilanglauf, Schwimmen und ein gezieltes Krafttraining verbessern hingegen das Leiden erheblich. Jede Muskelbewegung trägt zum Aufbau von Knochen- und Muskelmasse bei. So werden die Knochen stabiler und die Patienten beweglicher.

Auch Menschen, die einen schweren Eingriff hinter sich haben, können ihre Genesung mit Bewegung unterstützen. Nach einem Herzinfarkt, einer Brustkrebs-Operation und auch nach einem Bandscheibenvorfall sind Betroffene nicht wochenlang zum Liegen verurteilt. Sanfte Bewegung hilft und bringt Patienten ein positives Körpergefühl zurück. Gemeinsam mit dem Arzt lässt sich ein geeignetes Trainingsprogramm erstellen.

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