Ashwagandha gegen Schlaflosigkeit?


Gar nicht so harmlos
Eine Person mit Schlaflosigkeit hält mehrere Kapseln mit Ashwanganda (indische Schlafbeere) in der Hand.
mauritius images / Stepan Popov / Alamy / Alamy Stock Photos

Präparate aus der traditionellen Medizin sind beliebt und gelten oft als sanfte Alternative zur Schulmedizin. So auch die indische Schlafbeere (Ashwagandha), die zum Beispiel bei Schlaflosigkeit eingesetzt wird. Doch hilft die Schlafbeere tatsächlich? Und wie ist es um die Sicherheit bestellt?

Ohne genauere Prüfung

Kommt ein neues Medikament auf den Markt, muss es vorher aufwändige Verfahren durchlaufen. Im Labor und am Menschen muss das Präparat in vielen Stufen gezeigt haben, dass es wirkt und dass es sicher ist. Anders ist das bei Hausmitteln oder Wirkstoffen aus der Alternativmedizin oder Naturheilkunde. Viele Kapseln und Pillen sind frei verkäuflich – das geht, weil sie zum Beispiel nicht als Medikament bezeichnet werden und auch nicht offen ein bestimmtes Gesundheitsversprechen für sich beanspruchen.

Keine aussagekräftigen Studien

So ist es auch bei Ashwanganda – einem in der Ayurveda eingesetzten Präparat aus der indischen Schlafbeere. Ashwanganda wird in dieser traditionellen Heillehre viele positiven Wirkungen zugeschrieben. Unter anderem soll es gegen Schlaflosigkeit helfen. Gerade im Netz ist immer wieder zu lesen, dass diese Wirkung sogar in Studien belegt ist. Solche Aussagen sind aber mit Vorsicht zu genießen. Wirft man einen genaueren Blick auf die verfügbaren Studien, haben diese erhebliche Mängel. So waren die Teilnehmerzahlen zum Beispiel zu gering, um zu aussagekräftigen Ergebnissen zu kommen. Oder aber in der Auswertung wurden gar nicht alle Daten berücksichtigt.

Leberschäden möglich

In Sachen Wirkung lässt sich also sagen: Bisher fehlen Belege, mehr Klarheit würden nur neue und vor allem bessere Studien bringen. Anders sieht es in Punkto Sicherheit aus. Da hat es die Schlafbeere nämlich unter Umständen in sich. Es wurden bereits mehrere Fälle bekannt, in denen die Schlafbeere schwere Leberschäden verursacht hat. Und auch wenn die Nebenwirkungen generell wenig erforscht sind, vermutet das Bundesinstitut für Risikobewertung potenziell negative Effekte auf den Hormonhaushalt und das Immunsystem. Es rät deshalb von einer Einnahme ab.
Wer Ashwanganda trotzdem versuchen möchte, sollte zumindest gut beobachten, wie der Körper auf die Einnahme reagiert. Kinder, Schwangere, Stillende und Menschen mit Lebererkrankungen sollten besser ganz die Finger von der Schlafbeere lassen.

Quelle: www.medizin-transparent.de

Unsere Kundenkarte

News

Sicher Autofahren mit Diabetes
Sicher Autofahren mit Diabetes

Dem Unterzucker keine Chance!

Menschen mit Diabetes haben ein erhöhtes Risiko für Unfälle beim Autofahren. Das liegt daran, dass es trotz moderner Therapien immer noch zu Unterzuckerung (Hyperglykämie) kommen kann – und dadurch zu Sehstörungen oder Schwindel. Expert*innen haben Tipps zusammengetragen, wie man auch mit Diabetes sicher Auto fährt.   mehr

Hilft die Pille gegen Liebeskummer?
Hilft die Pille gegen Liebeskummer?

Was die Werbung verspricht

Eine Pille gegen Liebeskummer – das klingt fast zu schön, um wahr zu sein. Angeblich ist die Wirkung sogar durch eine Studie belegt. Aber halten die Ergebnisse auch einer genaueren Prüfung stand?   mehr

Blasen vorbeugen und behandeln
Blasen vorbeugen und behandeln

Wenn der Schuh drückt

Ob nach einer langen Wanderung oder einem ausgiebigem Shoppingtrip – Blasen entstehen schnell und sind oft schmerzhaft. Das sind die besten Tipps, um Blasen vorzubeugen oder sie schnell wieder zum Abheilen zu bringen.   mehr

Mit Bewegung gegen Parkinson
Mit Bewegung gegen Parkinson

Gehen, Tanzen, Gewichte stemmen

Ohne Medikamente geht es nicht beim Morbus Parkinson. Die Erkrankten profitieren aber auch von nicht-medikamentösen Maßnahmen. So können sportliche Aktivitäten, aber auch Verfahren zum Stressabbau die Beschwerden häufig lindern.   mehr

Depressionen bei Kindern erkennen
Depressionen bei Kindern erkennen

Reizbar, weinerlich oder freudlos

Depressionen haben bei Kindern viele Gesichter: Manche werden reizbar oder ängstlich, andere bekommen Probleme in der Schule oder ziehen sich extrem zurück. Je nach Alter gibt es verschiedene Warnzeichen. Schöpft man Verdacht, sollte frühzeitig die Kinderärzt*in eingeschaltet werden.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen

Ratgeber Thema im Mai

Was tun, wenn das Kind fiebert?

Was tun, wenn das Kind fiebert?

Temperaturalarm im Kinderzimmer

Wie misst man die Temperatur am besten? Muss man Fieber senken? Und vor allem: Wann muss das Fieberk ... Zum Ratgeber
Georg-Apotheke
Inhaber Martin Wernet
Telefon +49231122501
Fax +4923110 39 68
E-Mail georgapo758@gmail.com