Käse und Co. für gesundere Knochen


Die Milch macht´s
Käse und Co. für gesundere Knochen
Pavel Kubarkov/shutterstock.com

Alte Knochen brechen leicht. Doch eine einfache Maßnahme reduziert die Bruchgefahr: Der tägliche Verzehr von einer Extraportion Milch – egal, ob als Käse, Joghurt oder pur.

Knochen und Muskeln bauen ab

Alte Knochen brechen leichter als junge. Das liegt vor allem daran, dass im Alter die Knochenqualität abnimmt – häufig sogar bis hin zur Osteoporose. Zusätzlich bauen auch die Muskeln altersbedingt ab, was Gebrechlichkeit und Sturzgefahr nochmals verstärkt und das Risiko für Knochenbrüche weiter erhöht.

Um dem Knochen- und Muskelabbau entgegenzuwirken, sollten alte Menschen viel Kalzium und Eiweiß zu sich nehmen. Eigentlich kein schwieriges Unterfangen - denn Kalzium und Eiweiß sind in Milchprodukten reichlich enthalten. Australische Forscher*innen haben deswegen nochmal genau untersucht, inwiefern regelmäßige Extraportionen von Käse, Milch oder Joghurt Stürzen und Brüchen im Alter vorbeugen.

450 mg Kalzium mehr

An der Studie nahmen 60 Altenheime teil. 30 davon versorgten ihre Bewohner*innen täglich zusätzlich mit durchschnittlich 250 ml Milch plus 20 g Käse oder 100 g Joghurt. Dadurch erhöhte sich die Zufuhr auf etwa 1140 mg Kalzium und 1,1 g/ kg Körpergewicht Eiweiß am Tag. Die anderen 30 Heime änderten nichts an ihrem Speiseplan, wodurch die Bewohner*innen täglich etwa 700 mg Kalzium und 0,9 g/kg Körpergewicht Eiweiß aufnahmen.

Risiko für Hüftfrakturen deutlich gesenkt

Die Extraportion Milch zahlte sich aus. Sie senkte nach fünf Monaten das Risiko für alle Knochenbrüche um 33%, das für Hüftfrakturen sogar um 46%. Auch die Sturzgefahr reduzierte sich deutlich: Stürze traten nach Umstellung des Speiseplans um 11% seltener auf, und das sogar schon nach drei Monaten.

Bei einigen Heimbewohner*innen wurden auch Muskelmasse und Knochendichte gemessen. Beides hatte in der Gruppe der Milchkonsument*innen weniger abgenommen. Täglich eine Extraportion Milch ist deshalb eine einfache Maßnahme mit großer Wirkung, folgern die Autor*innen der Studie. Würde dies in allen Altenheimen beherzigt, ließe sich eine große Anzahl von Knochenbrüchen verhindern.

Quelle: Ärztezeitung

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