Rauf aufs Rad


Radeln hält fit und gesund
Rauf aufs Rad

Mit Beginn des Frühlings schwingen sich wieder mehr Menschen auf ihr Rad, um zur Arbeit zu fahren oder in ihrer Freizeit die Natur zu genießen. Warum das Radeln auf dem Drahtesel so gesund ist und was es beim Kauf zu beachten gibt.
Rat für den Kauf des passenden Rads

Wer nur drei- bis viermal pro Woche 30 bis 45 Minuten in die Pedalen tritt, schafft die besten Voraussetzungen für eine gute Gesundheit. „Bereits verhältnismäßig kurze Strecken wie etwa die Fahrt zum Supermarkt oder ins Büro können beispielsweise den Gang ins Fitness-Studio ersetzen“, informiert Klaus Möhlendick, Diplom-Sportwissenschaftler bei der Barmer GEK. Doch bevor man sich auf seinen Drahtesel schwingt, sollte man sicher sein, dass das Rad auf die individuellen Bedürfnisse abgestimmt ist. Das fängt bei der Wahl des richtigen Modells an.

  • Holland- oder Cityräder verfügen über eine angenehme Sitzposition und eignen sich deshalb für Fahrten ins Büro oder zum Einkaufen.
  • Trecking-Räder ermöglichen durch die spezielle Bereifung zügiges Fahren sowohl auf Asphalt, als auch auf Feldwegen.
  • Mountainbikes sind leicht und gut gefedert. Sie eignen sich für abenteuerliche Touren wie durch den Wald, in den Bergen oder über Schotterpisten.
  • Mit Rennrädern lassen sich sehr hohe Geschwindigkeiten erzielen. Sie sind allerdings nur für asphaltierte Wege geeignet, da sie sehr dünne Reifen haben. Charakteristisch für Rennräder ist außerdem die weit nach vorn gebeugte Sitzhaltung. Wer sich zum ersten Mal ein Rennrad zulegt, sollte sicher sein, dass er sich an diese Haltung gewöhnen wird.

Faustregel bei der Sattelhöhe einhalten

Für gesundes Radeln sind die Art und Höhe des Sattels entscheidend. „Keine Kompromisse sollten Radfahrer bei der Wahl des Sattels machen. Hier sollte man vor dem Kauf durchaus einige ausprobieren. Denn der ´richtige´ Sattel ist der, der sich richtig anfühlt“, erklärt Möhlendick. Die richtige Sattelhöhe ist hingegen keine Frage des Geschmacks. Als Faustregel gilt: Wenn man auf dem Sattel sitzt und die Ferse mit durchgestrecktem Bein auf die nach unten gestellte Pedale absetzen kann, stimmt die Höhe. Wer unsicher ist, lässt sich am besten von einem Fachhändler beraten.
Radfahren als Allround-Training

Sobald das passende Rad optimal auf den Fahrer abgestimmt ist, kann es losgehen. Wer regelmäßig mit dem Rad fährt, trägt viel zu seiner Gesundheit bei, denn Radfahren ist ein Allround-Training: Es bringt das Herz-Kreislauf-System in Schwung und trainiert die Po- und Beinmuskulatur. Darüber hinaus ist Radfahren für Menschen geeignet, die aus orthopädischer Sicht auf andere Sportarten verzichten müssen. „Da man sein Gewicht, anders als etwa beim Laufen, nicht mit sich herumschleppt, ist Fahrrad fahren besonders gelenkschonend. Selbst wer bereits unter Kniebeschwerden leidet, ist auf dem Fahrrad gut aufgehoben. Der Druck auf die Kniegelenke ist aufgrund der entlastenden Wirkung von Sattel und Lenker niedriger und durch den regelmäßigen Tritt gleichmäßiger“, erläutert Möhlendick.

Auf regelmäßiges Radfahren reagiert der Körper wie folgt:

  • Stresshormone werden abgebaut
  • der Ruhepuls sinkt
  • das Herzvolumen steigt
  • der Körper wird besser mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt
  • der Fettstoffwechsel wird angekurbelt.


Quelle: Barmer GEK

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