Gefahr für Magen-Darm-Grippe


Risiko auf Ansteckung verringern
Gefahr für Magen-Darm-Grippe

Das letzte Jahr hat es gezeigt – von Januar bis März haben Noroviren Hochsaison. Was bei einer Magen-Darm-Grippe zu tun ist und wie man sich vor einer Ansteckung schützt, erfahren Sie hier.

Werden Noroviren durch mangelnde Hygiene oder über Kontakt zu anderen Menschen übertragen und gelangen in den Darm, schädigen sie die Schleimhäute und lösen eine Durchfallerkrankung aus, auch bekannt als Magen-Darm-Grippe. Begleitet wird der Durchfall häufig von Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen sowie leicht erhöhter Körpertemperatur. Ein bis zwei Wochen benötige der Körper, um die Viren auszuscheiden, betont Prof. Dr. med. Andreas Stallmach, Direktor der Klinik für Innere Medizin IV am Universitätsklinikum Jena. Er warnt alle Betroffenen, zu früh wieder in Kontakt mit Menschen zu treten. In den meisten Fällen sei es sinnvoll, solange zu Hause zu bleiben, bis Durchfall und Erbrechen abgeklungen sind.

Den Mangel an Flüssigkeit und Elektrolyten ausgleichen

Leiden Menschen an einer virusbedingten Magen-Darm-Grippe, entsteht ein Mangel an Nährstoffen und Flüssigkeit. Denn einerseits stören die Noroviren die Aufnahme der verdauten Nahrungsbestandteile in den Körper. Andererseits verliert der Organismus durch Erbrechen und Durchfall Wasser und Elektrolyte. Die Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) empfiehlt Betroffenen, viel zu trinken. Verdünnte Säfte, Brühe oder gezuckerter Tee eignen sich, um den Verlust auszugleichen.

Vorsicht bei Kindern und Senioren über 70 Jahren

„Kinder unter fünf und ältere Menschen über 70 Jahren erkranken nicht nur häufiger, sondern oft auch schwerer als andere Altersgruppen“, betont Prof. Stallmach. Bei diesen Patienten sollte die Aufmerksamkeit verstärkt darauf liegen, den Flüssigkeits- und Mineralstoffmangel auszugleichen. Im schlimmsten Fall ist dies durch eine Infusionstherapie in der Klinik möglich. Auch wenn sich das Allgemeinbefinden verschlechtert, sollten Betroffene medizinische Hilfe suchen. Achtung: Da sich das Virus schnell ausbreitet, raten die Experten zu einer telefonischen Voranmeldung in der Klinik oder Praxis. „Für schwerkranke Patienten in Kliniken kann eine Norovirus-Infektion lebensbedrohlich sein. Deshalb müssen Erkrankte soweit möglich isoliert werden.“

Wie man sich vor Noroviren schützt

Die Viren befinden sich nicht nur zu Hause, sondern überall dort, wo sich viele Menschen aufhalten - beispielsweise in KiTas, Schulen oder Senioreneinrichtungen. „Das Wichtigste ist, sich möglichst von Erkrankten fern zu halten und separate Toiletten zu benutzen“, betont der Experte. Wer sich und andere vor einer Ansteckung schützen will, muss besonders sorgfältig sein. Denn die Viren überleben Temperaturen von minus 20 bis plus 50 Grad Celsius. „Pflegende und Angehörige sollten beim Waschen von Kleidungsstücken und Handtüchern oder beim Toilettenputzen unbedingt Einmalhandschuhe nutzen.“

Doch auch beim Ausziehen der Handschuhe können die Erreger an den Körper gelangen. Ein Trick: Zunächst zieht die eine Hand den Handschuh der anderen ab und hält diesen Locker in der Hand. Dann krempelt die freie Hand vom Arm her vorsichtig den zweiten Handschuh über den ersten. Anschließend sind beide in den Müll zu entsorgen. Auf diese Weise verhindert man eine Ansteckung mit den Noroviren und vermeidet eine Magen-Darm-Grippe.

Unsere Kundenkarte

News

Was hilft beim Einschlafen?
Was hilft beim Einschlafen?

Geräusche oder Musik

Probleme beim Einschlafen sind weit verbreitet. Manche Menschen versuchen, sich mit entspannender Musik oder Geräuschen in den Schlaf zu wiegen. Funktioniert das?   mehr

Finger weg von Lachgas!
Jugendlicher füllt Lachgas aus einer Kartusche in einen Luftballon

Nervenschäden möglich

In kleine bunte Ballons verpackt kommt Lachgas erst einmal recht harmlos daher. Außerdem ist es günstig, leicht zu beschaffen und legal – alles Eigenschaften, die es als Partydroge bei Jugendlichen sehr beliebt macht. Doch wie bei jeder Droge drohen auch bei Lachgas ernste gesundheitliche Folgen.   mehr

Beim Entwässern auf Natrium achten
Beim Entwässern auf Natrium achten

Vorsicht mit Diuretika

Entwässerungsmittel werden bei vielen Erkrankungen eingesetzt. Eine Wirkstoffgruppe, die Thiazide, führt häufig zu einem Natriummangel im Blut. Und das vor allem zu Beginn der Therapie.   mehr

Brustkrebs-Risiko wird nicht erhöht
Brustkrebs-Risiko wird nicht erhöht

Ob Fehlgeburt oder Abtreibung

Abtreibung führt zu Brustkrebs! Diese Parole wird seit Jahren immer wieder ins Feld geführt, um schwangere Frauen von einem Abbruch abzuhalten. Dass das nicht stimmt, wird durch eine finnische Studie erneut untermauert.   mehr

Rezepte gegen Kater
Rezepte gegen Kater

Zu tief ins Glas geschaut?

Ob Familienfeier, Biergartenausflug oder Party: Wer beim Alkohol über die Stränge schlägt, bezahlt das am nächsten Tag meist mit einem Kater. Was hilft dagegen?   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen

Ratgeber Thema im Mai

Was tun, wenn das Kind fiebert?

Was tun, wenn das Kind fiebert?

Temperaturalarm im Kinderzimmer

Wie misst man die Temperatur am besten? Muss man Fieber senken? Und vor allem: Wann muss das Fieberk ... Zum Ratgeber
Georg-Apotheke
Inhaber Martin Wernet
Telefon +49231122501
Fax +4923110 39 68
E-Mail georgapo758@gmail.com