Rosenpflege
Im Oktober ist die Hauptpflanzzeit für Rosen. In rauhen Lagen mit
hartemWinter empfiehlt sich die Frühjahrspflanzung je nach Witterung
im März/April. Auch wenn dann die Rosen im ersten Jahr nicht so
üppig blühen, haben Sie das Frostrisiko vermieden.
Eine Ausnahme sind Containerrosen
Diese Pflanzen sind in Töpfen herangezogen worden und können
außer im Winter immer gepflanzt werden. Das ideale Pflanzwetter
ist mild, bewölkt und trocken. Besonders wohl fühlen Rosen
sich in der Nachbarschaft von Buchs, Lavendel oder höheren Stauden
(wie z.B. Rittersporn oder Margeriten).
Wenn Sie Rosen an einen Platz pflanzen möchten, an dem schon welche
gestanden haben, müssen Sie die Erde austauschen, da sie rosenmüde
(einseitig ausgelaugt) sein wird. Der Boden muss bis zu 60 cm tief gründlich
gelockert sein. Rosen, die nicht aus dem Container stammen, sollten
mindestens 12 Stunden in Wasser gestellt werden. Die Wurzeln werden
etwas eingekürzt. An diesen Schnittstellen bilden sich sehr schnell
die neuen Saugwurzeln. Während bei der Herbstpflanzung die Triebe
nicht gekürzt werden, schneiden Sie im Frühjahr kräftige
Beet- und Edelrosen bis auf 4-5, schwache bis 2-4 Augen zurück.
Strauch- und Kletterrosen
behalten die doppelte Anzahl an Augen. Die Veredelungsstelle muss etwa
5 cm tief unter der Erdoberfläche liegen. Die Pflanzerde sollte
mit Kompost angereichert sein. Verteilen Sie die Wurzeln gleichmäßig
im Pflanzloch. Dann Erde einfüllen, gut andrücken und ausgiebig
wässern. Dieses gründliche Angießen ist für das
Anwachsen wichtig. Grundsätzlich sollten nach der Rosenpflanzung
die Triebe etwa 20 cm hoch angehäufelt werden. Dieser Schutz hilft
der Pflanze, die erste Phase gut zu überstehen.
Rosenschnitt
Edelrosen brauchen alljährlich im Frühjahr einen
kräftigen Rückschnitt. Die 5 goldenen Schnittregeln:
1.Als erstes erfrorene, abgestorbene und kranke Triebe
bis ins gesunde Holz herausschneiden.
2. Je weiter ein Trieb zurückgeschnitten wird,
umso stärker und länger treibt er danach aus.
3. Dicke Triebe weniger stark zurückschneiden.
Sie entwickeln mehr und stärkere Triebe als dünne.
4. Wollen Sie langstielige Blüten (zum Beispiel
bei Edelrosen), dann weiter zurückschneiden.
5. Grundsätzlich 1-2 cm über einem nach außen
gerichteten Auge (Triebanlage oder Knospe) schneiden, aus dem sich der
neue Trieb entwickeln soll. Verwelkte Blüten sollten Sie herausschneiden;
das fördert eine erneute Blüte im Sommer.
Eine Ausnahme sind die Wildrosen
die im Herbst nach der Blüte leuchtende Hagebutten tragen. Ende
Mai erhält die Rose eine 2. Düngung mit einem Rosen-Spezialdünger.
Bei Trockenheit muss anschließend gut gewässert werden. Günstig
ist auch eine Mulchschicht aus halbverrottetem Kompost. Im Juli/August
werden die Rosen zum letzten Mal im Jahr gedüngt.
Eine spätere Düngung ist nicht zu empfehlen, damit ihr Holz
bis zum Wintereinbruch ausreifen kann.
Düngen
Die erste Versorgung der Pflanze mit Nährstoffen erfolgt im zeitigen
Frühjahr, indem Sie am besten Dünger um die mit Erde Angehäufelte
Pflanze streuen. Wenn die Rose abgehäufelt wird, verteilen sich
die Nährstoffe.
Rosenschädlinge
Die Rosenblattläuse treten nach größerer Trockenheit
oft plötzlich in Massen auf. Nur bei starkem Befall sollten Sie
mit einem Insektizid (z. B. Pyrethrum-Präparat) spritzen. Die Rosenblattrollwespe
legt ihre Eier ab Mai an die Blattränder, die sich röhrenförmig
einrollen. Befallene, eingerollte Blätter mit den Larven sollten
Sie entfernen und die Pflanze vor allem die Blattunterseiten -
mit Schädlingsvernichtungsmittel spritzen.
Die Behandlung muss nach 14 Tagen wiederholt werden. Rosentriebbohrer
sind Wespen, deren Larven sich in den Trieben entlang fressen. Die Triebspitzen
welken und müssen bis ins gesunde Holz zurückgeschnitten werden.
Die Wundstellen mit Holzbalsam oder ähnlichem bestreichen, damit
sich keine Pilze ansiedeln können. Bei starkem Befall müssen
Sie ein Insektizid verwenden.
Gefährliche Krankheiten
Mehltau deutlich als weißer
Belag auf der Oberseite der Blätter erkennbar - befällt Rosen
häufig im Frühjahr bei zu großer Feuchtigkeit und zuviel
Stickstoff.
Manche Sorten sind besonders anfällig für diesen Pilz. Spritzen
Sie, sobald Sie Symptome bemerken, mit einem biologischen Mittel gegen
Pilze oder einem speziellen Präparat gegen Echten Mehltau.
Sternrußtau ist ebenfalls ein Pilz, der, begünstigt durch
Kühle, Nässe und schweren Boden, die Blätter der Rosen
zerstört. Diese bekommen anfangs braunschwarze Flecken, die sternförmig
ausgefranst sind, dann werden sie gelb und fallen ab. Entfernen Sie
sorgfältig das befallene Laub und spritzen Sie im Abstand von 14
Tagen mit einem Fungizid gegen Sternrußtau.
Rosen überwintern
Zuerst entfernen Sie alle abgefallenen Blätter vom Boden
und das Laub, das sich noch an den Trieben befindet. Häufeln Sie
den Fuß der Rose 20-30 cm mit Kompost, abgelagertem Stallmist
oder Erde an.
Nehmen Sie auf keinen Fall Torf, er saugt sich voll Wasser, so dass
bei Frost eine regelrechte Eispackung um den Fuß der Rose liegt.
Die herausragenden Triebe schützen Sie mit Fichtenreisig gegen
den Frost, die Wintersonne und austrocknende Winde.
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