Die städtebauliche Bedeutung von Kleingartenanlagen
besteht heute vor allem darin, dass sie ein wichtiges Element zur Durchgrünung
und Auflockerung der Bebauung in Innenstadtbereichen darstellt.
Sie ergänzen die öffentlichen Grünanlagen und verbessern
die ökologischen Aspekte vieler Gegenden.
Kleingärten können auch verschiedene klimatische Effekte bewirken
durch:
Veränderung der Luftfeuchte
Beeinflussung des Luftaustausches
Beeinflussung der Einstrahlung und Temperatur
Die ökologische Bedeutung des Kleingartenwesens Innerhalb
der gemeindlichen Flächennutzungen besitzen Kleingartenanlagen
ein erhebliches ökologisches Potenzial, dem auch im Rahmen der
Weiterentwicklung des Kleingartenwesens eine stetig wachsende Bedeutung
zukommt. Die Lage der einzelnen Anlagen innerhalb des lokalen Grün-
und Freiflächensystems bedingt hierbei zunächst unterschiedliche
ökologische Funktionen und Anforderungen an die Flächen, die
sowohl innerhalb der gemeinschaftlichen Flächen als auch bei der
kleingärtnerischen Nutzung der Einzelgärten berücksichtigt
werden können.
Die derzeitige Nutzung der Anlagenflächen und die Belange des Umweltschutzes,
des Naturschutzes und der Landschaftspflege stellen jedoch keinen Widerspruch
dar, sondern unterstützen sich bereits auf vielfältige Art
und Weise.
Die soziale Bedeutung des Kleingartenwesens
Der gesetzliche Schutz des Kleingartenwesens basiert in erster Linie
auf seiner sozialen Funktion. Kleingärten bieten einen langfristig
nutzbaren Ersatz für fehlende Hausgärten, sind Rückzugsraum
von der Hektik und dem Trubel des Alltags und bieten dem einzelnen Nutzer
ein hohes Maß an gesellschaftlicher Integration, die er in seiner
Wohnnachbarschaft nicht in gleicher Weise erhalten kann.